BYD steigt in den Markt für humanoide Roboter ein
BYD, weltweit einer der größten Hersteller von Elektrofahrzeugen, erweitert seine KI-Strategie und steigt offiziell in den Markt für humanoide Roboter ein. Das Unternehmen hat angekündigt, im August 2026 seinen ersten humanoiden Roboter mit dem Namen **Xiao Di** vorzustellen. Der Roboter soll zunächst in den unternehmenseigenen Di Space-Erlebniszentren zum Einsatz kommen, wo er Besucher begrüßt, Fragen beantwortet und Fahrzeuge präsentiert. Damit folgt BYD dem Trend vieler chinesischer Technologie- und Automobilunternehmen, die ihre Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz zunehmend auf die Robotik übertragen.
Offizielle Informationen zu Xiao Di sind bislang noch begrenzt. Nach Angaben von BYD handelt es sich zunächst um einen Service- und Empfangsroboter. Aus einem inzwischen gelöschten Beitrag eines Di-Space-Standorts stammen weitere, bislang nicht offiziell bestätigte technische Angaben. Demnach soll der Roboter rund 1,61 Meter groß, etwa 58,5 Kilogramm schwer und mit 31 Freiheitsgraden ausgestattet sein. Jede Hand soll über sieben Freiheitsgrade verfügen, wodurch präzise Greifbewegungen möglich wären. Diese Angaben sollten allerdings mit Vorsicht betrachtet werden, solange BYD sie nicht offiziell bestätigt hat.
Der Einstieg in die Robotik kommt nicht überraschend. BYD entwickelt und produziert bereits Batterien, Elektromotoren, Leistungselektronik, Sensoren und KI-Systeme für seine Fahrzeuge. Viele dieser Technologien lassen sich nahezu direkt auf humanoide Roboter übertragen. Zudem präsentierte das Unternehmen erst vor wenigen Monaten seine neue KI-Plattform für intelligente Cockpits sowie einen eigenen Hochleistungschip, der künftig auch in Robotikanwendungen eine wichtige Rolle spielen könnte.
Mit Xiao Di trifft BYD auf starke Konkurrenz. Tesla arbeitet seit Jahren an seinem humanoiden Roboter Optimus, während chinesische Unternehmen wie Unitree, XPeng, Chery und AgiBot ihre Systeme bereits öffentlich demonstrieren oder erste Roboter ausliefern. Besonders chinesische Hersteller treiben die Entwicklung derzeit mit hoher Geschwindigkeit voran und profitieren von einer eng verzahnten Lieferkette sowie staatlicher Förderung.





