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KI Nutzung in britischen Unternehmen hat sich fast verdreifacht

Künstliche Intelligenz verbreitet sich schnell in britischen Unternehmen. Seit Ende 2023 ist der Anteil der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten, die mindestens eine KI Technologie einsetzen, von rund 12 auf rund 35 Prozent gestiegen. Das entspricht nahezu einer Verdreifachung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des britischen Office for National Statistics.

KI ist verbreitet, aber häufig noch nicht tief integriert

Besonders hoch ist die Nutzung im Bereich Information und Kommunikation. Dort setzen 58 Prozent der Unternehmen KI ein, während es im Baugewerbe lediglich 13 Prozent sind. Große Sprachmodelle sind mit 18 Prozent die am weitesten verbreitete untersuchte KI Technologie.

Trotz der schnellen Verbreitung ist die Nutzung in vielen Unternehmen noch nicht besonders tief. Die durchschnittliche Zahl der eingesetzten KI Technologien pro KI nutzendem Unternehmen stieg seit 2023 lediglich von rund 1,4 auf 1,6. Nur 10 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten, die bereits KI einsetzen, bezeichnen ihre Nutzung als umfassend. Das ONS sieht darin einen Hinweis darauf, dass die transformativen Auswirkungen für die meisten Unternehmen bislang begrenzt sind.

Unternehmen setzen KI vor allem für bestehende Prozesse ein

Der häufigste Einsatzzweck ist die Verbesserung bestehender Geschäftsabläufe. Rund drei Fünftel der Unternehmen, die KI nutzen, setzen die Technologie dafür ein. Anwendungen zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen oder zur Erschließung neuer Märkte sind dagegen weniger verbreitet. Die Ergebnisse sprechen damit bislang eher für eine schrittweise Optimierung bestehender Prozesse als für eine grundlegende Transformation der Unternehmen.

Auch beim Arbeitsmarkt zeigt sich bisher kein breiter Stellenabbau. Die meisten Unternehmen berichten, dass KI ihre Gesamtzahl an Beschäftigten bislang nicht verändert hat. Bei Unternehmen, die KI zur Verbesserung ihrer Geschäftsabläufe einsetzen, meldeten 63 Prozent keine Veränderung der Beschäftigtenzahl, 6 Prozent einen Rückgang und 1 Prozent einen Anstieg.

Weiterbildung wird zum entscheidenden Faktor

Fehlendes Fachwissen gehört neben Kosten und Schwierigkeiten bei der Identifikation geeigneter Anwendungsfälle zu den zentralen Hindernissen bei der KI Einführung. Unternehmen reagieren darauf vor allem mit Weiterbildung. Von den Unternehmen, die fehlende KI Expertise als Hindernis nennen, schulen 62 Prozent ihre bestehenden Beschäftigten weiter. Insgesamt haben allerdings nur 11 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten mehr als die Hälfte ihrer Belegschaft bereits zu KI Themen weitergebildet.

Die Untersuchung zeigt damit ein klares Bild: KI erreicht immer mehr britische Unternehmen, doch die tiefgreifende Integration in Geschäftsprozesse steht vielerorts noch am Anfang. Derzeit verändert KI eher einzelne Prozesse, Aufgaben und Kompetenzanforderungen als komplette Organisationen oder deren Beschäftigtenzahlen.