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Britischer Werbekonzern WPP plant weiteren Stellenabbau und setzt stärker auf KI

Der britische Werbekonzern WPP will offenbar bis Ende 2026 bis zu 1.000 weitere Stellen abbauen. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Damit setzt sich der umfassende Umbau eines der weltweit größten Werbekonzerne fort. Seit Anfang 2025 hat WPP bereits rund 11.000 Stellen gestrichen. Ende Juni 2026 beschäftigte das Unternehmen noch 97.388 Menschen. WPP hat die zusätzlich geplanten Stellenstreichungen bislang nicht bestätigt.

KI verändert das Agenturgeschäft

Der Stellenabbau ist Teil eines größeren Konzernumbaus unter CEO Cindy Rose. WPP kämpft unter anderem mit verlorenen Kunden und sinkenden Umsätzen. Künstliche Intelligenz spielt bei diesem Umbau eine wichtige Rolle. Unternehmen berücksichtigen die neuen Möglichkeiten der Technologie zunehmend bei ihren Restrukturierungen.

WPP selbst will KI tief in seine Arbeitsprozesse integrieren. Im Zentrum steht WPP Open, die zentrale Plattform des Konzerns für agentisches Marketing. Sie automatisiert bereits Teile der kreativen Produktion und der Steuerung von Werbekampagnen. WPP arbeitet dabei unter anderem mit Google, Meta und Amazon Web Services zusammen.

Was die Entwicklung für Mitarbeiter bedeutet

Der Fall WPP zeigt eine Entwicklung, die auch andere wissensintensive Branchen betreffen könnte. Wenn KI Aufgaben schneller erledigt und Arbeitsprozesse automatisiert, verändert sich der Personalbedarf. Gleichzeitig können Kunden mit KI Werkzeugen bestimmte Aufgaben zunehmend selbst übernehmen, die sie bislang an Agenturen vergeben haben.

Noch gibt es keine gesicherten Zahlen dazu, wie viele Arbeitsplätze bei WPP unmittelbar durch KI weggefallen sind. Klar ist jedoch, dass der Konzern seine Organisation zunehmend auf eine Kombination aus Mitarbeitern, Daten, Software und KI Systemen ausrichtet.